{"id":1867,"date":"2017-11-25T19:17:08","date_gmt":"2017-11-25T19:17:08","guid":{"rendered":"http:\/\/pflanzart.de\/?p=1867"},"modified":"2019-11-03T21:59:23","modified_gmt":"2019-11-03T21:59:23","slug":"schoene-pflanzen-im-november-immergruene-farne","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/pflanzart.de\/?p=1867","title":{"rendered":"Sch\u00f6ne Pflanzen im November &#8211; Immergr\u00fcne Farne"},"content":{"rendered":"<p><em>&#8220;Diese Wunderwelt rhythmischer Filigranentfaltung aus sch\u00f6nstem Gr\u00fcn <\/em><br \/>\n<em>von Fr\u00fchling bis Herbst, das in vielen Arten immergr\u00fcn bleibt, <\/em><br \/>\n<em>ist den meisten Gartenmenschen nach wie vor noch unbekanntes Land, <\/em><br \/>\n<em>obwohl die Pflanzen mit einer Kraft der Unverw\u00fcstlichkeit und Dienstwilligkeit ohne Pflege auf ihre Gartenpl\u00e4tze warten.&#8221;<br \/>\n(aus \u201eEinzug der Gr\u00e4ser und Farne in die G\u00e4rten\u201c Karl Foerster)<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p>Seit der Ver\u00f6ffentlichung dieses Buches von Karl Foerster ist mehr als ein halbes Jahrhundert vergangen.<br \/>\nSeitdem ist die Verwendung von Gr\u00e4sern von vielen namhaften Pflanzplanern zum Markenzeichen f\u00fcr moderne Gartengestaltung stilisiert worden. Um die mindestens genauso interessante Pflanzengruppe der Farne ist es hingegen recht ruhig geblieben. Obwohl inzwischen viele G\u00e4rtnereien ein umfangreiches Sortiment robuster Arten anbieten.<br \/>\nGerade jetzt im Herbst zeigt sich der Wert von Farnen, wenn viele Stauden bereits abgestorbenes Laub besitzen, bringen sie noch gr\u00fcne Akzente in den Garten.<\/p>\n<p><strong>Spezialisten f\u00fcr unterschiedlichste Standorte<\/strong><br \/>\nAuch die M\u00f6glichkeiten der Verwendung im Garten sind mindestens genauso vielf\u00e4ltig wie die der Gr\u00e4ser: es gibt Farne f\u00fcr trockene schattige Standorte unter gro\u00dfen B\u00e4umen, da wo die meisten Stauden versagen, f\u00fcr trockene heisse Mauerkronen und auch f\u00fcr sumpfige Ufersituationen am Teich. Sogar im Wasser wachsen einige von ihnen. Was den Boden betrifft sind einige von ihnen Spezialisten andere Generalisten. Waldfarne wie z.B. Adiantum- oder Dryopteris-Arten, bevorzugen eher humose und kalkarme Standorte, Mauerfarne, die in der Natur in Felsschluchten oder auf Mauerkronen wachsen, wie z.B. Hirschzungenfarn oder Steinfeder wachsen auch in mineralischerem Substrat. Wir k\u00f6nnen also unsere gefiederten Freunde an fast jedem Standort einsetzen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1873\" aria-describedby=\"caption-attachment-1873\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1873 size-full\" src=\"https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn6.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"731\" srcset=\"https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn6.jpg 1100w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn6-790x525.jpg 790w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn6-300x199.jpg 300w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn6-768x510.jpg 768w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn6-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn6-940x625.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1873\" class=\"wp-caption-text\">Der Hirschzungenfarn w\u00e4chst in der Natur gern an feuchten Mauern oder an schattigen Felsw\u00e4nden und liebt kalkhaltige Substrate. Er bleibt das ganze Jahr \u00fcber gr\u00fcn.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Es gibt unter den Farnen weinige Zentimeter gro\u00dfe Zwerge und Riesen die mehrere Meter hoch werden k\u00f6nnen. Diese gro\u00dfen Baumfarne sind dann allerdings doch eher etwas f\u00fcr den Wintergarten oder das Gew\u00e4chshaus. Und auch die Wuchsformen der Farne sind vielgestaltig. Generell werden sie in zwei Gruppen unterteilt.<\/p>\n<p><strong>Die Kriechfarne<br \/>\n<\/strong>Sie sind die Standortspezialisten unter den Farnen. Die Wedel stehen entlang eines meist kr\u00e4ftigen Rhizoms. Damit k\u00f6nnen sie in der Natur meist schwierige Standorte besiedeln, wo eine Verbreitung \u00fcber Sporen schwierig ist weil es zu trocken, zu steinig oder zu nass ist. Sie bilden z.T. (Adlerfarn) grossfl\u00e4chige Kolonien und k\u00f6nnen als Fl\u00e4chendecker an Standorten an denen kaum andere Pflanzen gedeihen eingesetzt werden. F\u00fcr kleine G\u00e4rten sind sie meist nicht geeignet, aber f\u00fcr grosse G\u00e4rten mit ausgedehnten schattigen Partien von unsch\u00e4tzbarem Wert. Auch schattige H\u00e4nge, die meist schwer zu pflegen sind, k\u00f6nnen mit ihnen begr\u00fcnt werden. In Verbindung mit robusten Gr\u00e4sern, wie z.B. Carex elata &#8216;Bowles Golden&#8217; und Bodendeckerstauden wie Pulmonaria ensteht ein abwechslungsreiches Bild.<\/p>\n<p><strong>Die Rosettenfarne<br \/>\n<\/strong>Sie entsprechen dem klassischen Bild welches wir im allgemeinen von Farnen haben. Sattgr\u00fcne, \u00fcppige und mehrfach gefiederte Wedel welche einen regelm\u00e4\u00dfigen elegant \u00fcberh\u00e4ngenden Trichter bilden. Meist besiedeln sie luftfeuchte, schattige Waldstandorte und sind langlebige Bewohner eines stabilen \u00d6kosystems. Im Garten m\u00f6chten sie deshalb meist einen schattigen Standort unter B\u00e4umen oder am Geh\u00f6lzrand und sie m\u00f6gen keine unreifen B\u00f6den sondern lieben Humus. Das macht sie eigentlich zu pflegeleichten Bewohnern schwieriger Standorte. Man muss im Herbst nicht einmal das Laub unter dem Baum entfernen der von Farnen umgeben ist. Es wird von den Farnen geschluckt. Viele von ihnen besitzen wintergr\u00fcne Wedel.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1876\" aria-describedby=\"caption-attachment-1876\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1876 size-full\" src=\"https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn9.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"731\" srcset=\"https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn9.jpg 1100w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn9-790x525.jpg 790w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn9-300x199.jpg 300w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn9-768x510.jpg 768w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn9-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn9-940x625.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1876\" class=\"wp-caption-text\">Adiantum pedatum &#8211; der Frauenradfarn, ein sehr langlebiger Farn, im Laufe des Winters sterben die Wedel ab um im Fr\u00fchjahr in frischem Gr\u00fcn auszutreiben.<\/figcaption><\/figure>\n<figure id=\"attachment_1877\" aria-describedby=\"caption-attachment-1877\" style=\"width: 1100px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-1877 size-full\" src=\"https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn10.jpg\" alt=\"\" width=\"1100\" height=\"731\" srcset=\"https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn10.jpg 1100w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn10-790x525.jpg 790w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn10-300x199.jpg 300w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn10-768x510.jpg 768w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn10-1024x680.jpg 1024w, https:\/\/pflanzart.de\/wp-content\/uploads\/2017\/11\/farn10-940x625.jpg 940w\" sizes=\"auto, (max-width: 1100px) 100vw, 1100px\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-1877\" class=\"wp-caption-text\">Polystichum aculeatum &#8211; Glanz-Schildfarn, ein einheimischer Farn mit wintergr\u00fcnen elegant gebogenen Wedeln.<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Vielf\u00e4ltige Kombinationsm\u00f6glichkeiten<br \/>\n<\/strong>Farne lassen sich mit allen Pflanzen kombinieren die \u00e4hnliche Standortanspr\u00fcche besitzen. Reizvoll sind Kombinationen mit kr\u00e4ftigen Blattschmuckstauden wie z.B. Hosta, Astilboides, Rodgersia oder Waldgr\u00e4sern wie Carex, Luzula und Hakonechloa. Viele Zwiebelbl\u00fcher f\u00fchlen sich zwischen wintergr\u00fcnen Farnen wohl, dazu z\u00e4hlen Narzissen, Spanisches Hasengl\u00f6ckchen, Hundszahn (Erythronium) und T\u00fcrkenbundlilie (Lilium marthagon). Aber auch viele Wiesen und Waldrandstauden lassen sich mit Farnen kombinieren, sch\u00f6n finde ich die Kombination mit Sterndolde (Astrantia), Waldphlox (Phlox divaricata), Elfenblume (Epimedium), Buntem Faden-Kn\u00f6terich (Polygonum filiforme &#8216;Lance Corporal&#8217;),&nbsp; Salomonsiegel (Polygonatum) und Wald-Astern (Aster divaricatus o. Aster herveyi &#8216;Twilight&#8217;). Klassiker sind Kombinationen mit Zweij\u00e4hrigen wie Fingerhut (Digitalis purpurea) oder Nachtviole (Hesperis matronalis).<br \/>\nInzwischen gibt es auch viele Arten und Z\u00fcchtungen die dem Garten ein geradezu exotisches Aussehen verleihen k\u00f6nnen. Der Japanische Regenbogenfarn (<em>Athyrium niponicum<\/em> &#8216;Metallicum&#8217;) mit seinen bl\u00e4ulich-violetten Bl\u00e4ttern geh\u00f6rt dazu oder auch der Rotschleierfarn (<em>Dryopteris erythrosora<\/em>). Gro\u00dfw\u00fcchsige Arten wie der Nepal-Schwarzschuppenfarn (Dryopteris wallichiana) und Sichelfarn (Polystichum falcatum var. fortunei) muten exotisch an.<\/p>\n<p>Farne bringen also nicht nur in das Schattenreich mehr Vielfalt. Genauso wie Gr\u00e4ser besitzen sie das Potential als Strukturgeber die Bl\u00fctenpflanzen in ihrer Wirkung zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<div id=\"grid-gallery-16-60402\" data-gg-id=\"16\" data-title=\"Farne\" data-grid-type=\"1\" data-offset=\"0\" data-area-position=\"center\" data-icons=\"\" data-preloader=\"true\" data-width=\"215\" data-height=\"\" data-padding=\"0\" data-quicksand=\"disabled\" data-quicksand-duration=\"none\" data-popup-theme=\"theme_6\" data-popup-type=\"pretty-photo\" data-popup-image-text=\"data-caption\" data-popup-widthsize=\"auto\" data-popup-heightsize=\"auto\" data-popup-i18n-words=\"{&quot;close&quot;:&quot;schlie\\u00dfen&quot;,&quot;next&quot;:&quot;n\\u00e4chste&quot;,&quot;previous&quot;:&quot;vorherige&quot;,&quot;start_slideshow&quot;:&quot;Starte Slideshow&quot;,&quot;stop_slideshow&quot;:&quot;Stoppe Slideshow&quot;,&quot;image&quot;:&quot;Bild&quot;,&quot;of&quot;:&quot;von&quot;,&quot;prev&quot;:&quot;vorherige&quot;,&quot;cExpand&quot;:&quot;Erweitere&quot;,&quot;cPrevious&quot;:&quot;Vorheriges&quot;,&quot;cNext&quot;:&quot;N\\u00e4chstes&quot;,&quot;cExpandStr&quot;:&quot;Erweitere Bild&quot;,&quot;cRotate&quot;:&quot;Rotate&quot;,&quot;cDetails&quot;:&quot;Details&quot;}\" data-popup-slideshow=\"false\" data-popup-slideshow-speed=\"2500\" data-popup-hoverstop=\"false\" data-popup-slideshow-auto=\"false\" data-popup-background=\"\" data-popup-transparency=\"30\" data-popup-disable-history=\"\" data-popup-disable-changed-url=\"\" data-popup-border-type=\"\" data-popup-border-color=\"\" data-popup-border-width=\"\" data-popup-border-enable=\"\" data-fullscreen=\"false\" data-hide-tooltip=\"false\" data-caption-font-family=\"Default\" data-caption-text-size=\"100\" data-is-mobile=\"0\" data-caption-mobile=\"false\" data-hide-long-tltp-title=\"0\" data-caption-disabled-on-mobile=\"false\" data-popup-placement-type=\"0\" data-social-sharing=\"{&quot;enabled&quot;:&quot;&quot;,&quot;gallerySharing&quot;:{&quot;enabled&quot;:null,&quot;position&quot;:null},&quot;imageSharing&quot;:{&quot;enabled&quot;:null,&quot;wrapperClass&quot;:&quot; 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